Erdbeben in Haiti

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Erdbeben in Haiti

Kinder in Haiti brauchen Hilfe

Erbeben mit schlimmen Folgen

Am Dienstag, den 12. Januar 2010, um 17.00 Uhr Ortszeit erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,3 den Inselstaat Haiti und sorgte für schwere Zerstörungen. Das Epizentrum lag 17 km außerhalb der dicht besiedelten Hauptstadt Port-au-Prince. Es hat mehrere kleinere Nachbeben gegeben. Viele Kinder sind schwer verletzt, haben ihre Eltern verloren. Wohnhäuser, Gesundheitsstationen und Schulen sind zerstört, mindestens zwei Millionen Menschen unmittelbar betroffen. Fast die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche.

Viele Kinder brauchen Hilfe

UNICEF ruft dringend zur Hilfe für die Kinder in Haiti auf. Unter den verletzten Menschen in der Hauptstadt Port-au-Prince und im ganzen Erdbebengebiet sind viele Kinder. Sie brauchen medizinische Hilfe, sauberes Wasser, Nahrung und Schutz. Viele Kinder sind verzweifelt und stehen unter Schock.

„Wir müssen jetzt alles tun, um Hunderttausende Kinder in Haiti vor Hunger und Krankheit zu schützen“, sagt Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland. Denn bereits vor dem Erdbeben ging es vielen Kindern in Haiti sehr schlecht. Sie hatten nicht genug zu essen. Jetzt sind sie besonders gefährdet.

UNICEF hilft bei Wasserversorgung

Mit Flugzeugen und Schiffen bringt UNICEF Hilfsgüter nach Haiti. Insbesondere geht es darum, genügend sauberes Wasser für Kinder und Erwachsene bereit zu stellen. UNICEF liefert deshalb zum Beisspiel Wasserkanister und Wasseraufbereitungstabletten, aber auch Medikamente gegen Durchfall, Zelte und Erste-Hilfe-Pakete.


UNICEF bereitet auch die Einrichtung von Schutzzonen für Kinder vor, die ihre Eltern nicht finden können und die ganz allein unterwegs sind. In diesen Schutzzonen bekommen sie Essen und Kleidung und werden untersucht. Von dort aus wird auch die Suche nach Eltern und anderen Verwandten organisiert.

UNICEF hat selbst auch ein Büro in Haiti. Es wurde bei dem Beben schwer beschädigt, aber zum Glück konnten sich alle Mitarbeiter in Sicherheit bringen. Sie arbeiten jetzt zusammen mit UNICEF-Teams aus aller Welt für die betroffenen Kinder.


Das Land Haiti:

  • Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt - Platz 148 von 179 Ländern.
  • Es leidet seit vielen Jahren unter Gewalt, politischem Chaos und häufigen Naturkatastrophen.
  • Von den Folgen eines Hurricans 2008 hat sich die Insel noch nicht erholt. Die Abholzung der Wälder ist verantwortlich dafür, dass Haiti den häufigen tropischen Stürmen nichts entgegenzusetzen hat.
  • Fast die Hälfte der Haitianer hat weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung.
  • Vier von zehn Kindern leben in überfüllten, unbefestigten Hütten ohne sauberes Trinkwasser und ohne WC und Waschmöglichkeiten. Häufig teilen sich fünf Menschen einen Raum.
  • 8 von 100 Kindern sterben vor ihrem 5. Geburtstag, sechs von 100 vor ihrem ersten.
  • 22 Prozent der Kinder haben nicht genügend zu essen und müssen hungern.
  • Nur 51 Prozent der Mädchen und 48 Prozent der Jungen gehen zur Grundschule, eine weiterführende Schule besuchen nur 21 Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen.

Aktuelles

  • Erdbeben in Haiti - Die Kinder brauchen Hilfe! UNICEF stellt sauberes Trinkwasser und Zusatznahrung bereit. Bitte unterstützen Sie die Nothilfe! Mehr
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  • Lage der Kinder in Industrieländern. UNICEF-Bericht zeigt Fortschritte, aber auch ungelöste Probleme. Mittelplatz für Deutschland.
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  • Foto des Jahres 2009. Eva Luise Köhler ehrt schwedischen Fotograf Johan Bävman für Aufnahme aus Tansania.
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  • Steffen Seibert für UNICEF in Nepal. Der Journalist und UNICEF-Pate besuchte in Nepal UNICEF-Programme.
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